Mit modernen Software-Lösungen können Sie die Energieeffizienz Ihres Gebäudes bzw. Ihrer Gebäude komplett überwachen und verbessern. Solche Lösungen sorgen für einen verantwortungsbewussteren und effizienteren Verbrauch und senken dadurch Ihre Energiekosten. Eine solche Investition kann in zahlreichen Handwerksbetrieben wie Tischlereien, Metallwerkstätten, Bäckereien von großem Nutzen sein.

Eine zentralisierte Software zur Überwachung, Analyse und Anpassung Ihres Energieverbrauchs

Energiemanagementsysteme sind unter verschiedenen Bezeichnungen bekannt: Sie firmieren z.B. unter Bezeichnungen wie „zentralisierte technische Verwaltung“ oder „technische Energieverwaltung“, bzw. unter der englischen Abkürzung EMS für „Energy Management System“.

Die Einrichtung eines Energiemanagementsystems beginnt mit der Installation verschiedener Messgeräte (Zähler, Sensoren usw.), deren Verbrauchsdaten von einer zentralen Software analysiert werden. Diese vergleicht die Daten mit einem Referenzwert, einer Ausgangssituation oder einem gesetzlichen Grenzwert.

So umfasst die zentrale Steuerung der energieverbrauchenden Anlagen (Heizung, Warmwasser, Kühlung, Lüftung, Beleuchtung usw.):

  • eine kontinuierliche Überwachung dieser für den reibungslosen Betrieb des Unternehmens unverzichtbaren Schlüsselbereiche;
  • die kontinuierliche Betriebsanalyse, die es ermöglicht, Probleme sofort zu erkennen und so schnell wie möglich zu beheben;
  • die Verbrauchsüberwachung, die es ermöglicht, den Verbrauch schnell anzupassen und somit Kosten zu sparen.

Gleichzeitig trägt ein intelligentes Energiemanagementsystem auch zur Reduzierung der CO₂-Emissionen bei.

Warum ist ein Energiemanagementsystem für mein Unternehmen sinnvoll?

Handwerksbetriebe jeder Größe können von einem Energiemanagementsystem profitieren. Dies gilt insbesondere für solche, die umfangreiche elektrische Anlagen verwenden. Durch die Automatisierung und Optimierung der Energiespeicherung oder der Nutzung erneuerbarer Energien lassen sich Kosten senken und die Umweltbelastung verringern.

Ein Hotel kann beispielsweise durch den Einsatz eines solchen Systems bis zu 30 % seines Wärmeverbrauchs und bis zu 10 % seines Stromverbrauchs einsparen. Diese Zahlen lassen sich auf ein Handwerksunternehmen übertragen, dessen Energieverbrauchsbereiche ähnlich sind: Heizung, Beleuchtung, Lüftung, Maschinen usw.

Die Vorteile eines Energiemanagementsystems

  • Senkung der Energiekosten

Der Verbrauch wird durch Automatisierungen der Nutzung optimiert.

  • Reduzierung der CO₂-Emissionen

Erneuerbare Energien besser nutzen und Verschwendung reduzieren.

  • Verbesserung des Arbeitskomforts

Intelligente Regelung von Faktoren wie Temperatur oder Beleuchtung für die Mitarbeiter.

  • Optimierung des Eigenverbrauchs

In Verbindung mit Photovoltaikmodulen und einer Batterie ermöglicht es ein Energiemanagementsystem, den erzeugten Strom zum optimalen Zeitpunkt zu nutzen, Überschüsse zu speichern und bei Spitzenbedarf wieder abzurufen.

Der Einsatz eines zentralisierten Energiemanagementsystems kann dazu führen, dass ein Unternehmen die Zertifizierung nach ISO 50001 erhält, die auf der Norm ISO 50001 basiert, einem „unverzichtbaren Instrument, das es Organisationen ermöglicht, eine globale Strategie mit einem bewussten Energieeinsatz zu verbinden“.

Mögliche Verbesserungsmaßnahmen

Durch die Ergänzung eines Energiemanagementsystems um Module zur vorausschauenden Wartung lässt sich die Leistung der Anlagen kontinuierlich analysieren. Künstliche Intelligenz antizipiert mögliche Ausfälle, bevor sie auftreten, sendet Warnmeldungen bei erkannten Anomalien und führt in bestimmten Fällen Fernreparaturen durch.

Mit dynamischer Preisgestaltung (d. h. Strompreisen, die sich je nach Nachfrage ändern) lässt sich ein Energiemanagementsystem so konfigurieren, dass es den Verbrauch optimiert. So kann es beispielsweise den Betrieb von Geräten auf Zeiten programmieren, in denen der Strom günstiger ist, und so die Kosten senken.

Aktionsplan für intelligentes Energiemanagement

Wenden Sie sich an die Chambre des Métiers, ehe Sie Maßnahmen zur Verbesserung Ihres Energiemanagementsystems einleiten. Möglicherweise haben Sie Anspruch auf staatliche Fördermittel, die unbedingt beantragt werden müssen, ehe Sie einen Auftrag unterschreiben oder eine Anzahlung leisten!

  1. Bestandsaufnahme und Vorstudie
  • Analyse der bereits verfügbaren Daten (Energierechnungen, Zählerstände usw.), um die wichtigsten Verbrauchsbereiche zu ermitteln.
  • Bewertung des Bedarfs, der angestrebten Ziele und der Handlungsprioritäten.
  • Falls erforderlich: Ergänzung dieses Schritts durch ein Energieaudit oder externe Unterstützung, um das zukünftige Energiemanagementsystem besser dimensionieren zu können.
  1. Angebotsanfrage
  • Konsultation von Lieferanten, Installateuren oder Fachunternehmen, um die geeigneten Technologien festzulegen und Kostenvoranschläge einzuholen.
  • Auswahl der Systeme und Anlagen.
  • Auswahl eines Systems, das der Größe und den Anforderungen des Unternehmens entspricht.
  1. Bewertung der Amortisation

Die Amortisationsdauer ist der Zeitraum, der erforderlich ist, in dem die Energieeinsparungen die Anschaffungskosten ausgleichen.

Formel: Amortisationszeit (Jahre) = Anschaffungskosten / Jährliche Einsparungen

Der Return on Investment (ROI) misst die Rentabilität eines Projekts, indem er die erzielten Gewinne mit den Anschaffungskosten vergleicht.

Formel: ROI (%) = [(Nettogewinn – Anschaffungskosten) / Anschaffungskosten] × 100

  1. Beantragung von Fördermitteln und Finanzierungen

Ermittlung der in Frage kommenden Fördermittel. Entsprechende Anträge müssen Sie unbedingt stellen, bevor Sie einen Auftrag unterzeichnen oder eine Anzahlung leisten.

  1. Planung und Umsetzung
  • Festlegung der Umsetzungsschritte zur Minimierung von Störungen.
  • Installation, Tests und Einstellungen.
  1. Überwachung und Wartung
  • Regelmäßige Überwachung der Verbraucher anhand von Schlüsselindikatoren.
  • Regelmäßige Audits zur Ermittlung von Verbesserungsmöglichkeiten.
  • Aktualisierungen je nach Bedarf / technologischen Entwicklungen.
  • Anpassung der Einstellungen.

Beispiele für luxemburgische Unternehmen, die sich für ein intelligentes Energiemanagementsystem entschieden haben

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Welche Fördermittel stehen mir für die Einrichtung eines Energiemanagementsystems zur Verfügung?

Der luxemburgische Staat bietet finanzielle Förderungen für die Installation von Energiemanagementsystemen an.

  • Das Programm SME Packages – Sustainability bietet kleinen und mittleren Unternehmen Unterstützung und finanzielle Hilfe für nachhaltige Investitionen in Höhe von 3.000 € bis zu 25.000 € (ohne MwSt.).
  • Investitionsbeihilfe zum Umweltschutz
  • Unternehmen, die ein Projekt zur ökologischen und energetischen Wende durchführen, können eine Steuervergünstigung in Anspruch nehmen. Diese richtet sich nach den im Rahmen eines Projekts zur ökologischen und Energiewende getätigten Investitionen und Betriebsausgaben.
  • Fit4 Sustainability oder Umweltstudie zur Durchführung einer technisch-wirtschaftlichen Analyse.
  • Verschiedene Förderprogramme der Stromversorger, wie beispielsweise das Programm „enoprimes“, sind mit staatlichen Beihilfen kumulierbar.
  • Entdecken Sie auch unsere Broschüremit den staatlichen Beihilfen zur Umsetzung von Dekarbonisierungsmaßnahmen.

Unterstützung beim Einstieg

In Luxemburg gibt es mehrere Instrumente und Anlaufstellen, die Unternehmen bei der Dekarbonisierung sowie der Finanzierung von Projekten, der Anschaffung von Ausrüstung oder bei Energieaudits unterstützen.

Die Chambre des Métiers kann Ihnen eine Orientierung in folgende Richtungen geben:

  • Fördermittel für die Nutzung erneuerbarer Energien und Energieeffizienz, insbesondere über das „Klimaprogramm Handwierk“, eine Initiative der Chambre des Métiers (Partner des Programms „Klima Pakt fir Betriber“), die allgemeine Informationen zur Dekarbonisierung von Unternehmen bereitstellt;
  • Programme für technische Beratung und Audits (Experten und Berater);
  • Schulungen und Informationsveranstaltungen für Ihr Team.

Über das vom KlimaPakt fir Betriber “ bereitgestellte Online-Tool können Sie die bestehenden Maßnahmen zur Unterstützung Ihres Unternehmens entdecken (kreuzen Sie „Handwerk“ in der linken Spalte an). Sie können sich auch von den zur Verfügung gestellten Fallbeispielen inspirieren lassen.

Luxinnovation bietet finanzielle Unterstützung für Unternehmen, die in ein Projekt investieren möchten, das ihre Umweltbelastung verringert. Entdecken Sie auch die von Luxinnovation entwickelte Übersicht über die Akteure im Bereich Nachhaltigkeit: Kartografie des Ökosystems der Nachhaltigkeitsförderer in Luxemburg.

Der Service eHandwierk und die Berater der Chambre des Métiers [CDM – Sustainable Handwierk Home / Link] stehen Ihnen jederzeit zur Verfügung, um sie über die für Sie am besten geeigneten Maßnahmen zu informieren.

Herausforderungen und zukünftige Entwicklungen

Künstliche Intelligenz eröffnet neue Perspektiven für die Speicherung und das Management von Energie. Die enormen Datenmengen, die von modernen Energiesystemen generiert werden, erfordern Algorithmen, die in der Lage sind, in Echtzeit zu lernen und sich weiterzuentwickeln. In Zukunft könnte KI mithilfe komplexer neuronaler Netze die Vorhersage des Energiebedarfs verbessern.

Darüber hinaus kann die Integration von KI in den Energiesektor zu einem Übergang hin zu einer nachhaltigeren Gesellschaft beitragen. Ein effizienteres Management des Energieverbrauchs würde nämlich dazu beitragen, Treibhausgasemissionen zu reduzieren, die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu verringern und Einsparungen für Unternehmen zu erzielen.